Ferientagebuch / Sommerferien 21. Juli bis 11. August 2017

Freitag - Tag 0

Von Unterlangenegg nach Bonlieu

Freitag Nachmittag. Wir starten Richtung französischer Jura. Die Fahrt klappt sehr gut. Ohne Probleme und Verzögerung, Stau, Raucherpause  oder ähnliches, kamen wir auf dem Campingplatz de l‘Abbaye in Bonlieu an. Ein Platz war sehr schnell bestimmt. Wie sich kurze Zeit später herausstellen wird, zu schnell. Also rasch aufbauen und einrichten, denn der eine will ein Bier, die andere will rauchen. Da wir eingespielt sind geht das auch recht zügig voran. Unser Kiesplatz ist also fast komplett eingerichtet. Nur noch die Satellitenanlage. Hihi, von wegen nur noch. Genau diese trieb mich zur Weissglut. Weshalb, weil irgend so ein Arsch an den Himmelsrichtungen rumgeschraubt hat und Süden nicht mehr dort war, wo ich es wollte. Nach langem nerven und Motorsäge suchen, zwecks Rodung der Parzelle, habe ich mich damit abgefunden, dass hier wohl nichts wird. Also kurz und knapp. Wir sind fertig. Bier und Zigarette und gut ist. Danach war es ein super Abend.

Samstag - Tag 1

Auspennen, aufstehen und mal mit Azzuro eine Runde drehen. Wer nun denkt, dass das mit der Schüssel der Grund für den falschen Platz war, der irrt sich gewaltig. Aber dazu kommen wir noch. Aber wenn wir schon bei der Schüssel sind, diese Episode dauerte sicher mal 45 Minuten. 45 Minuten wo man etwas Sinnvolles hätte machen können. Zum Beispiel, nichts.

Wo waren wir stehen geblieben. Ach ja. Mit dem Hund waren wir schon Gassi gewesen, also Frühstück vorbereiten auf dem Kiesplatz. Irgendwann bemerkten wir, dass Azzuro nicht wirklich zur Ruhe kam, was doch recht komisch ist. Also binden wir ihn an anderer Stelle an, damit er auf den 1,5 Meter breiten Rasenstreifen liegen kann. Während des Frühstücks fällt uns auf, dass wir ein halbes Kieswerk im Wohnwagen haben. Auch wir, sprich die Füsse und Schuhe staubten so richtig. Als wir den Platz ausgelesen hatten dachten wir, dass es auf Kies sicher auch gut sei. Wenn es regnet hat man ja auf Kies keinen Matsch oder gar Schlamm. Einige wenige werden nun in vergangenen Tagen und Erinnerungen schwelgen. "Insider Informationen ". 

Da uns der Campingplatz ohnehin wie ein Knast vorkommt, aufgrund der mit Hecken abgetrennten Parzellen, entschlossen wir uns nach reiflicher Überlegung und intensiver Studie der Karte und der Prospekte, die wir beim Besichtigen der ersten Variante, die wir noch zu Hause eruiert hatten, den Campingplatz zu wechseln. Also ins Auto und los. Wie schon gesagt, der erste Camping war nichts. Touristen Office, Prospekt im Kaffee auf der Terrasse studieren und weiter. Auch der zweite und dritte war nicht für uns. Also hiess es nun eine Alternative zu suchen. Was haben wir für Möglichkeiten? Schwarzwald, einen Platz zwischen hier und dem Schwarzwald oder wir bleiben. Laut App bleibt hier das Wetter am besten. Also einmal über den Platz um eine bessere Parzelle zu finden. Das haben wir tatsächlich auch geschafft. Nun, in dem Moment in dem ich das schreibe sitze ich vor dem Wohnwagen auf einer riesengroßen Parzelle ohne Kies Boden mit viel Gras, fast ohne Hecken und zu allem Überfluss funktioniert auch noch die Schüssel.

Sonntag - Tag 2

Nach den mehr oder weniger turbulenten Tagen mit vielen falschen Entscheidungen und selbst gemachtem Stress, verbunden mit viel Autofahren und einem "Blitz Umzug" in 15 Minuten sind wir es heute doch sehr ruhig angegangen. Ausschlafen, Hunde Runde, schlafen, zumindest Didu, dann einen ausgiebigen Hunde Spaziergang und sonst nichts ausser uns zu geniessen und uns zu erholen. Langsam aber sicher kommt ein gewisses Ferien Feeling auf.

Ich schmeisse nun den Grill an.  Ä Guätä.

Montag - Tag 3

Regen soweit das Auge reicht.

Ferien werden ja bekanntlich, wie ihr ja sicher alle wisst, vom französischen „fait rien“ abgeleitet. Dies haben wir heute auch wirklich sehr intensiv getan. Frühstücken und dann mal nichts tun. Ok die Hunde Runde am Morgen vor dem Frühstück. Aber dann nichts. Ok, einkaufen gehen in ein kleines Super U in einem kleinen Dorf. Ich denke mal, ihr kennt ja sicher die Kaufhaus Kette Super U. Ich würde mal sagen, wenn ihr die Kette nicht kennt, die sind selten klein. Also ich denke mal da hat einmal das ganze Dorf mit allen Hunden und Hühnern drin Platz. Nach dem Einkaufen dann endlich flach liegen. Ok, nach dem Hunde Spaziergang. Aber dann so richtig. Abgesehen vom Wetter ein super schöner Tag. Regen Sonnenschein kalt warm. Einfach alles.

Also dann bis morgen oder so.

Dienstag - Tag 4

Nachdem mich mein Mann mehrmals lieb darauf hingewiesen hat, dass ich doch auch mal was schreiben könnte, also los.

Leider war auch heute das Wetter regnerisch und kühl, aber was heisst da eigentlich leider. Regen bedeutet für mich viel viel schlafen. Morgens bis zehn Uhr und nachmittags nochmals ein Nückchen von knapp zwei Stunden, ganz nach meinem Geschmack! 

Azzuro, ja auch er hat etwas tolles, und zwar seit heute eine süsse Dalmatinerin als Nachbarin. Ist mega süss den zwei zuzuschauen, wie sie sich fast dauernd beobachten und manchmal kommunizieren, leises bellen, fiepen und jammern.

Und sonst so, Hunderunde, faulenzen, Fernsehen gucken....

Bis morgen, tschüüüss.

Mittwoch - Tag 5

Eigentlich das übliche. Gut und lange schlafen, diese Nacht ohne Regen. Frühstücken und dann rum liegen. Natürlich alles nach dem morgendlichen Hunde Spaziergang. Da heute das Wetter auch wieder trocken war wollen wir etwas erleben und setzten uns in den Jeep. Einmal in die andere Richtung um zu schauen was es da so gibt. Kurz Hauptstrasse und dann links weg. Tolle Gegend hier. Ich bemerke einmal mehr, dass ich hier noch mal mit der Harley hin muss. Mal schauen ob mit oder ohne Chapter. Aber das ist ja auch etwas anderes. Ok zurück zu diesen Ferien. Die tolle Gegend bietet auch Parkmöglichkeiten im Wald. Also parken, Hund ausladen und ab geht's. Ein wirklich toller Spaziergang in einem wunderschönen Wald. Monika, Azzuro und meine Wenigkeit geniessen es in vollen Zügen. Es wird rumgealbert und doof getan. Kurz um, wir sind einfach uns. Danach haben wir, wie durch Zufall, sogar unser Auto wieder gefunden. Coole Sache. Danach haben wir eine super schöne Strecke gefunden über einen kleinen Pass. So wie wir das interpretieren sind wir auf den Spuren der Tour de France. Mit einem kleinen Abstecher ging es dann wieder zurück auf den Campingplatz. Hier angekommen kommt nun das Süsse nichts tun. Schönen Abend noch.

Donnerstag - Tag 6

Nach dem ich schon kurz nach dem Aufwachen doch eher angepisst war, war ich während dem Hunde Spaziergang so richtig angepisst . Es regnete zur Abwechslung wieder mal und ich ersoff in zweierlei: 1. Im Wasser das von oben kam, 2. Im Selbstmitleid der von innen kam. Ich armes Schwein. Dann habe ich mal Ferien,  und dann gibt es Rekorde. Aber negativ Rekorde. Kalt und nass. Zurück vom Spaziergang frühstücken bei geschlossener Tür, wegen Kälte und schmollen meinerseits.

Und, immer noch am Lesen? Weshalb tust du dir das an? Dir muss es ohne Ende langweilig sein wenn du dir reinziehst was wir in unseren Ferien so alles machen. Ok, muss jeder selbst entscheiden. Viel Spaß noch.

Am Nachmittag klarte der Himmel auf und somit auch meine Laune. Nach einem ausgedehnten Hunde Spaziergang durch den Wald und um den See war die Welt bei allen wieder in Ordnung. Nun noch etwas die Seele baumeln lassen und mich aufs Nachtessen freuen. Oder was da sonst noch so passieren mag.

P.S. oder so. Der Begriff Wasserträger bekommt für mich in diesen Ferien eine vollkommen neue Bedeutung. Ich versuche euch das mal näher zu bringen.

Der Wasserträger: Didu Friedrich

Freitag - Tag 7

Von Bonlieu nach Wolfach 

Gestern Abend beim Nachtessen, oder war es danach, ist ja egal. Gestern Abend, so ums Nachtessen rum, haben wir uns entschlossen, dass wir Übermorgen nach Wolfach fahren. Noch kurz zu Priska und Vinzenz auf den Trend Camping. Dort sind wir schon fast zu Hause. Also haben wir uns gestern für Samstag einen Platz klar gemacht. Natürlich per Telefon. Ich habe es noch nie erlebt, dass zwei Frauen so kurz telefonieren können. Als ich dann heute Morgen, nach einer Nacht mit heftigem Regen, aufstand und kurz raus ging, Morgentoilette, dann den Hunde Spaziergang machte, natürlich mit Azzuro, ohne wäre es ja nur ein Spaziergang (wer mich kennt, der weiss, ohne Hund läuft der Didu nicht) schaute ich mir den Himmel an, oder wollte es zumindest, und dachte für mich, heute ist ein guter Tag zum Reisen. Ich kam zurück und Monika und ich beschlossen diesen kalten düsteren  Tag zu nutzen um weiterzureisen. Eine Stunde später waren wir auch schon unterwegs ins 336 km entfernte Wolfach. Was dann folgte ist fast nicht zu beschreiben. Wir fuhren und fuhren und fuhren. .....?.......?..?................

Nun sitze ich da und schreibe das. Wir sind also gut angekommen und sehr herzlich empfangen worden mit dem Satz, was habe ich nun falsch gemacht, von Priska. Wir erlösen sie sofort mit der Aussage, wir sind einen Tag zu früh.  Erleichterung machte sich in ihrem Gesicht breit. Nach einem Tank Stop, zwei Pausen und rund 5 Stunden 34 Minuten 29 Sekunden 15 zehntel Sekunden Fahrt ist es für alle geschafft. Essen, nächtigen, und Ende. Das reicht für heute. 

Bis morgen.

Samstag - Tag 8

Es ist Abend um 21:30 Uhr und wir sitzen draussen. Kurze Hose, Shirt bei angenehmen 18 Grad. Kontrast Programm zu den letzten Tagen. Ich bin, wie immer, zum Glück, heute Morgen erst mal wach geworden. Danach Hunde Runde bei schönstem Wetter und dann Frühstück. Draussen. Nach dem Frühstück sind wir umgezogen. Ja, schon wieder. Macht ja auch Spaß und man wird immer wie schneller. Ist ja zwar egal, aber wenn man es weiss hilft es ja auch. ...........nicht, egal.  Also sind wir vom provisorischen Platz, weil zu früh angereist, auf den definitiven Wunschplatz (Nr. 111) umgezogen. Danach die Wärme geniessen und die Ferien weiter gestalten mit, nichts tun. Am Nachmittag ein Hunde Spaziergang mit anschliessendem Bad, für den Hund, danach wie gehabt.

Ich denke, dass es dir beim Lesen doch langsam langweilig wird. Wenn ich mir das so überlege, sieht ein Tag aus wie der andere. Pennen, Essen, Gassi gehen und umziehen. Sonst machen wir ja nichts, ausser am Abend kurz noch etwas schreiben damit du das mit anfänglicher Euphorie und voller Erwartung zu Lesen beginnst, um dann zu merken das wieder nichts passiert ist. Sorry, das sind halt unsere Ferien. 

Dann vielleicht bis morgen zu einem weiteren nichts sagenden, nennen wir es mal, Kapitel. 

P.S. oder so. Mein Schatz hat doch etwas vergessen, heute war Grosseinkauf im Edeka angesagt, ich liebe diesen deutschen Supermarkt, und Didu das Bier aus dem Edeka!

Sonntag - Tag 9

Zitronenwaffeln oder Prinzenrolle 

Heute war mal ein besonderer Tag. Noch vor dem Frühstück, also nach dem Aufstehen, so ziemlich genau während des Hunde Spaziergangs ist es passiert. Ich habe JP angerufen. Da ich das nicht jeden Tag mache, ist das alleine ja schon aussergewöhnlich. Nun aber Achtung. Der Grund für den Anruf war ein ganz besonderer. JP hatte Geburtstag. Nun kommt es aber. Er hatte einen besonderen Geburtstag. Na ja, eigentlich ist ja jeder Geburtstag ein besonderer Geburtstag. Wir nehmen jetzt mal an, dass der 60igste, zumindest in unserer Kultur, etwas Besonderes ist. Wie das, zum Beispiel bei den Indianern ist, keine Ahnung. Ok zurück zum Tag. Nach dem Anruf wurde der Hunde Spaziergang zu Ende geführt. Danach, wie könnte es anders sein, das Frühstück. Danach war es ein ganz normaler Ferien Tag. Hätte also Jean Pierre nicht Geburtstag gehabt, man weiss es nicht. Denn er hatte ja.

Also Zitronenwaffeln oder Prinzenrolle? Das ist die Frage die mich im Moment beschäftigt. So haben wir alle unsere Probleme. Ob wir arbeiten oder, wie wir, Ferien haben.

Montag - Tag 10

Hallo oder so. Ferientag 10. Eigentlich das übliche. Schön und toll. Ferien, halt unsere Ferien. Aufstehen, Hunde Spaziergang, Frühstücken und nichts tun. Ok Moment. Da war doch was. Azzuro hat heute Pepper kennen gelernt. Eine 2-jährige Boxer Dame. Einheimisch.  Beim morgendlichen Hunde Spaziergang haben sie sich gefunden. Es war für alle toll und ich denke wir treffen Pepper noch mehr. 

Unser Tag war wie immer toll. Wie schon gesagt, Ferien halt.

Dienstag - Tag 11

Nationalfeiertag in der Schweiz, das ist uns aber heute völlig egal. Weshalb ist ja wohl klar, die Knallerei braucht kein Mensch und insbesondere kein Hund!

Apropos Hund... heute drehte sich fast alles um den Hund. 

Wie jeden Morgen Didu's Hunderunde mit Azzuro, danach Morgenessen für Azzuro (für uns natürlich auch), danach faulenzen für alle. Beim rum gucken vom Platz aus habe ich etwas kleines süsses Weisses mit grossen Ohren entdeckt. Jüühhhh, ein junger weisser Schäfi, Erinnerungen kommen auf. Didu geht gleich mal hin zu den Besitzern um zu quatschen und die Freude war auch ihrerseits riesig, dass da noch so ein Exemplar auf dem Campingplatz ist. Kurz darauf gehen wir alle zusammen zum Teich hinter dem Camping, unser 6-jähriger und ihr 3-monatiger Bube verstehen sich super. Es macht Spass die beiden zu beobachten. Nach einiger Zeit verabschieden wir uns und wollen noch kurz bei Pepper vorbeischauen. Wiedersehen macht Freude, oohhh jaaaaa!!! Azzuro und die Boxer Hündin fressen sich fast vor Freude, und Melanie nahm sich sogleich Zeit für einen gemeinsamen Spaziergang. Danach wurden wir noch auf ein Getränk eingeladen und die Hunde konnten im Garten mit eigenem Fischteich rum tollen wie die Wilden. Irgendwann ging es dann zurück zum Wohnwagen um den Rest des Tages noch ruhig ausklingen zu lassen. Azzuro ist happy und schläft sich aus. Es hätte noch ein 7-monatiger Leonberger Lust zum tollen gehabt, das haben wir jedoch auf einen anderen Tag verschoben....

Tschüss, schlaft gut und träumt süss.

Mittwoch - Tag 12

Ach ja. Ferien. Heute ging nichts. Ausser das Alltägliche. Hunderunde, Frühstücken, nichts tun, Hunderunde. Am Abend dann der grosse Ausbruch. Die Abweichung vom alltäglichen Ferien Trott. Wir gingen auswärts essen. Auf dem Campingplatz gibt es ein Restaurant. Tolle lokale Speisen. Beim Bestellen hat sich Hannibal zu uns gesellt. Hannibal ist uns schon zuvor aufgefallen. Ein riesen Kerl. Ein Schrank. Eine wahnsinnige Erscheinung und auch sehr freundlich zu Azzuro. Wie ja schon gesagt, Hannibal gesellt sich zu uns und seine Menschen (Franzi und Roven) essen mit uns zusammen. Hannibal liegt links vom Tisch, Azzuro rechts. Die beiden machen das super. Hannibal ist ein 7 Monate alter Leonberger. Er ist mit seinen 7 Monaten gleich gross und auch gleich schwer wie Azzuro. Nach dem Essen ging es noch auf das Fussball Feld hinter dem Campingplatz spielen. Da kam dann auch noch der kleine Weisse namens Damon dazu. Das war das erste Mal als wir bemerkten, dass Azzuro kein junger Hund mehr ist. Er liess die meiste Zeit die anderen spielen und half nur zwischen durch mit. Danach ging es zurück an den Platz. Einige wollen auch gleich rein und schauten die anderen vorwurfsvoll an. Wenn Sie sprechen könnten, hätten diejenigen, genauer gesagt derjenige, uns gesagt, dass er endlich seine Ruhe haben will und wir doch reinkommen sollen.

Das war wiedermal fast ein ganz normaler Tag in unseren Ferien.

Freitag - Tag 14/1

Na etwas aufgefallen? Tag 13 fehlt. Und das nicht aus abergläubischen Gründen. Viele von euch wissen ja wie ich es mit der 13 so habe. Wovon die Annahme, dass diesen Text viele lesen ja schon eher vermessen oder gar Grössenwahn voraussetzt. Nun dann, wenn es 5 lesen, davon 4 wissen wie ich es mit der 13 so habe, ist das eindeutig die Mehrheit. Ich denke, wenn das so ist kann man durchaus von vielen sprechen. Das mit dem Ferien Tagebuch ist so ne Sache. Heute ist wie  gestern. Wenn alles gut geht ist morgen wie heute. Wie schon öfter beschrieben, sind unsere Ferien halt unsere Ferien. An Tag 13, nichts neues.

Freitag - Tag 14/2

Wir wollten Bargeld in Bargeld eintauschen. Ok für die Einfachen. Schweizer Franken, neben bei bemerkt, eine der stabilsten Währungen, in schnöde Euro. Das kannst du nicht machen. Zumindest nicht in Wolfach. Das geht nur, Aussage eines Bankangestellten, wenn sie hier ein Konto haben. Beim Automaten kann man beziehen. Wechseln, Fehlanzeige. Ich war leider nicht mit in der Bank. War vielleicht auch besser so. Das kann es doch nicht sein. Ich habe Geld und kann es nicht gebrauchen und auch nicht wechseln. Scheiss EURO Schrott. Jedoch bei uns dürfen die mit Euro bezahlen. Was soll denn das?

Ansonsten Ferien. Sonst nichts los hier bei uns.

Samstag - Tag 15

Heute mal aus der Sichtweise von Azzuro:

Herrchen ist auch heute wach geworden und musste, wie immer, zuerst mal alleine los. Ich denke der geht mal "schissä". Dies sagen sie zumindest mir wenn sie das Gefühl haben, dass ich noch kacken muss. Es war aber schon etwas anderes. Monika stand auch auf, was doch eher selten vorkommt. In der Regel eigentlich gar nicht. Keine Ahnung weshalb das heute so war. Sie kam ja dann auch nicht mit, sondern hat solange auf Didu eingequatscht, bis der die Leine und mich nahm um noch etwas Ruhe zu haben. Also gingen wir los. Noch kurz bei einem Zelt vorbei, was wollen wir denn bei Hannibal? Ich kann es riechen, dass der hier wohnt. Kurz was geklärt, was ich nicht verstanden hab, dann ging es auch schon weiter. Endlich nach draussen und frei von der Leine. Gassi gehen mit Herrchen. Toll. Häää, auf was warten wir denn nun wieder? Ach so, da kommt Hannibal. Hannibal ist ein junger Rüde. Ein totales Kind in gross. Er ist gleich gross wie ich, gleich schwer wie ich, aber nur 7 Monate alt. Ein feiner Kerl. Also dann, der kommt wohl auch mit. Passt. Aber spielen mag ich mit dem Welpen nicht. Bin ja schon 6 Jahre alt. Der gibt alles damit ich doch helfe. Aber nöö. Ok, ich kann ihm ja paar Sachen zeigen. Hier zum Beispiel mein Wasserloch. Mein Stock kriegst du nicht. Ach ne du hast selber einen Stock, nein den will ich auch nicht. Ok der Kerl macht doch Laune. Ist auch ganz schön hartnäckig. Gut Hannibal, hast gewonnen. Ich helfe. Ich habe mich ja nun einen Tag und eine Stunde lang gewehrt. Das reicht. Und los. Raufen rennen toben und beissen. Mann macht das Spass. Danach habe ich herrlich geschlafen und schön geträumt. Ist ein toller Kerl dieser Hannibal. Wer weiss, vielleicht riechen wir uns ja wieder mal. 

Ich kaue gerade meinen Ochsen Ziemer und gebe meine Gedanken zu, naja, nennen wir es mal Papier. 

Ä schönä u bis morn. Mmmmm schmeckt das. Das kannst du rausschneiden.

Sonntag - Tag 16

Hallo, ich bin's wiedermal, das Weibchen in unserer Familie.

Leider ist schon wieder ein Tag vorbei. Wir haben uns so an den Rhythmus gewöhnt, dass die Wohnwagen Ferien noch ewig so weitergehen könnten. 

Im Gegensatz zur Heimat haben wir schönes und sonniges Wetter, und vorallem nicht mehr brenntig heiss! Ja wir haben Kontakt nach Hause, deshalb wissen wir das. 

Was haben wir heute gemacht? Doofe Frage! Wie täglich gefaulenzt, mit Azzuro spazieren gegangen, heute inkl. Bällchen werfen und ein Trick Training, natürlich was gegessen und getrunken, jede Menge gesprochen  (wie nicht anders zu erwarten insbesondere ich), gelesen, auf den Handy's rum gedrückt und naja, ich denke das war es. 

Bis morgen, schlaft gut und träumt süss.....

Montag - Tag 17

Okay. Ferien Tag 17. Hmmmm. Was soll ich da schon schreiben? Heute Morgen, wie immer. Danach, auch wie immer. Dann, Einkaufen fahren inklusive 2 Tüten Hunde Futter. Je Tüte 15 kg. Sagt man dem noch Tüte? Aber das zu diskutieren würde hier den Rahmen sprengen. Danach einen gemütlichen Spiele Abend. Na ja. Gemütlich war es ja. Nur das Spiel war voll scheisse. Aber bei neuen Sachen weiss man ja nie genau. Wir haben auf jeden Fall nun etwas zu verschenken.

Dienstag - Tag 18

Eigentlich ein Tag wie jeder andere, ausser dass ich (Monika) etwas mehr auf dem Klo sass wie sonst. Von was habe ich keine Ahnung, aber es ging ja auch vorbei. Auf jeden Fall konnten wir am Abend noch auswärts essen gehen, wie könnte es anders sein, hier auf dem Campingplatz.

Ahh noch etwas gab es heute, der kleine Damon und seine Menschen (Dana und René) sind heute abgereist. Unsere beiden Weissen durften sich natürlich noch verabschieden.

Tschüss, bis morgen.

Mittwoch - Tag 19

Guten Abend zusammen, oder auch alleine 

Heute haben wir noch unseren letzten Ferientag in Wolfach genossen. Ihr habt richtig gelesen, morgen geht es leider nach Hause. Das Wetter wird nur noch kälter mit Regen, somit passt es für die Heimfahrt. Am Montag müssen wir wohl oder übel wieder arbeiten gehen. So hart wie in diesem Jahr fiel uns das Ende unserer Ferien wahrscheinlich zuletzt, als wir nach einem halben Jahr Thailand nach Hause mussten!

Wehmütig, ja das sind wir und dürfen wir auch. 

Tschüss und liebe Grüsse 

Monika, Didu und Azzuro

Donnerstag - Tag 20

Von Wolfach nach Unterlangenegg 

Heute ging es ab nach Hause. Schweren Herzens haben wir nun den Platz bezahlt und das Feld geräumt. Die Ferien sind vorbei. Noch eine kleine Hunde Runde, aufräumen und weg waren wir. Im grössten Regen sind wir 4 Stunden nach Hause gefahren. Zu Hause angekommen fängt auch gleich die Sonne an zu scheinen, so dass wir gleich noch ausräumen können. 

Das war es mit den Ferien 2017. War super schön. 

Bis dann 

Monika, Azzuro und Didu


Noch ein paar Filme aus den Ferien.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Arthur Zbinden (Sonntag, 13 August 2017 11:18)

    Schöne guete Morge zäme,
    härzliche Gratulation zu däm super Feriebricht. Är isch unterhautsam z'läse u schpannend. Mir wünsche Öich no e schöne Sunndig u de e guete Schtart wider y d'Arbeitswäut. He nu, es chöme de wider emou Ferie. Mit emene liebe Grüessli Erika u Thuri

  • #2

    Biitli u Momo (Dienstag, 15 August 2017 21:26)

    Was die Welt nicht braucht und trotzdem schön ist, es zu haben!
    Mit grosser Neugier haben wir uns beim Reisebericht lesen erfreut und wir sind euch als Schatten bei euren Abenteuern gefolgt. Da kamen einige Kapitel in eurem Lebensbuch zusammen. Was uns aufgefallen ist, das Wort Regen kam des öftern vor. Ist das ein neuer Freund, oder ein zufälliger Wegbegleiter?
    Vielen Dank, dass wir bei euren Ferien dabei sein durften. Eine schöne Idee! ..... was die Welt vielleicht doch braucht....